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Alonso auf abtrocknender Strecke Schnellster

Alonso auf abtrocknender Strecke Schnellster

05 Juli 2008

Auf nasser Strecke, aber ohne neuen Regen begann heute Morgen das dritte Freie Training zum Grand Prix von Großbritannien in Silverstone. Zunächst wurde daher recht wenig gefahren, aber nach und nach trocknete das Asphaltband ab - und am Ende war die Bestzeit nur um gut eine Sekunde langsamer als gestern.

Naturgemäß purzelten die Rundenzeiten, nachdem Nick Heidfeld (15./BMW Sauber F1 Team/+ 2,176/22 Runden) als Erster Trockenreifen aufziehen ließ, und in den letzten Minuten ging es Schlag auf Schlag. Lange sah Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,526/14 Runden) wie der sichere Bestzeithalter aus, aber zum Schluss wurde der Finne doch noch von zwei Piloten abgefangen. Letztendlich bedeutete das den dritten Platz für ihn.

Alonso geht über das Wasser

Ganz nach vorne schob sich in seiner letzten Runde Fernando Alonso (Renault/16 Runden) mit einer Bestzeit von 1:20.740 Minuten. Der Spanier unterstrich damit seine Klasse im Regen und nahm seinem nächsten Verfolger Mark Webber (Red-Bull-Renault/18 Runden) 0,248 Sekunden ab. Für diesen Schlagabtausch verantwortlich war übrigens jene schwarze Regenwolke, die dankenswerterweise an Silverstone vorbeizog und sich nicht entleerte.

Bester Deutscher war Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari/+ 0,537/19 Runden) als Vierter - als zweitbester Vertreter der österreichischen Red-Bull-Flotte. Auch Vettels Teamkollege Sébastien Bourdais (7./Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,319/21 Runden) schaffte es locker in die Top 10, nur David Coulthard (20./Red-Bull-Renault/+ 11,379/6 Runden) konnte wegen technischer Probleme nicht in den spannenden Showdown eingreifen.

Publikumsliebling Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/+ 0,928/14 Runden) fuhr am Ende einen recht langen Stint auf harten Trockenreifen, während die meisten Konkurrenten mit weichen Pneus unterwegs waren, und landete damit auf dem fünften Platz. Auffällig: Hamilton war im ersten Sektor mit Abstand der schnellste Mann. Nelson Piquet Jr. (Renault/+ 1,046/14 Runden) wurde Sechster, Timo Glock (Toyota/+ 1,443/21 Runden) Achter.

Zeitentabelle ohne Bedeutung

Die Zeiten hatten aufgrund der wechselhaften Bedingungen unterm Strich nicht viel zu bedeuten, sodass sich auch die Ferrari-Fans keine Sorgen machen müssen, obwohl Kimi Räikkönen (9./20 Runden) und Felipe Massa (12./20 Runden) mehr als eineinhalb Sekunden Rückstand auf die Spitze hatten. Auch um Regenspezialist Adrian Sutil (17./Force-India-Ferrari/+ 2,309/22 Runden) muss man sich keine Sorgen machen, zumal er schneller war als sein Teamkollege.

Im Qualifying am Nachmittag könnte es erneut regnen, doch sollte es trocken bleiben, dann wird der Kampf um die Pole-Position wohl auf ein Duell zwischen Ferrari und McLaren-Mercedes hinauslaufen. Im Mittelfeld geht es an diesem Wochenende indes noch knapper zu als bei den meisten anderen Grands Prix, was die Schlacht um den Aufstieg ins zweite beziehungsweise dritte Segment des Qualifyings zu einer interessanten Angelegenheit machen könnte.


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